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Am Samstag dem 01.11. gaben Judith Schott und Heinz Hornik auf der Walhalla einen Lightpainting Workshop für insg. 11 kunstbegeisterte Teilnehmer/innen.

Zur Erklärung: Light-Painting ist eine besondere Form der Fotografie. Licht ist dabei maßgeblich und so werden Effekte mit teils speziellen Taschenlampen erzielt, die Dauerlicht und auch programmierbare Stroboskopeffekte liefern, ebenso wie LED-Sticks oder Fingerlichter. Als Werkzeuge kommen dann oft selbstgebaute Utensilien zum Einsatz. Hierbei lassen sich gut Alltagsgegenstände wie Getränkedeckel, Putzflaschen, Plastiktüten, Gardinenstangen uvm. verwenden. Alles, was leuchtet, ist erlaubt!
Wichtig ist auch noch die Kommunikation. Wer dabei war, dem klingen die Kommandos: „Seid ihr bereit?“, „Dann bitte mal auf“ und „Fertig“ sicher noch im Ohr. 😉 und das „auswendig“ Bedienenkönnen seiner Kamera, da ja alles im Dunkeln erfolgt, ist ebenfalls unumgänglich.

Voll bepackt (Heinz kommt immer mit Bollerwagen) mit Allem was wir so zu bieten hatten, trafen wir uns dann am Spätnachmittag auf der Walhalla.

Der Workshop war in 3 Teile gegliedert:

1. Theorie und Materialkunde
Zum Einstieg gab’s eine ausführliche Erklärung in die benötigten Materialien und Werkzeuge. Die Teilnehmer erfuhren, welche Lichtquellen und technischen Hilfsmittel für unterschiedliche Effekte eingesetzt werden und wie Kameraeinstellungen optimal genutzt und im Lauf der sich verändernden Lichtverhältnisse angepasst werden müssen.

2. Erste praktische Übungen
Nachdem es dann doch zu tröpfeln begann, mussten wir vom Freien in den Säulengang umziehen. Da war’s dann etwas „kompakt“, wenn 10 Stative ineinander stehen, aber alles funktionierte. 😉
Im Anschluss wurden einfache Lightpainting-Formen vorgeführt und gemeinsam ausprobiert. Hier hatten alle die Gelegenheit selber mal ran zu dürfen und auszuprobieren, worauf sie Lust hatten. Vom Freestyle über erste Formen wurde gepainted was das Zeug hergab.

3. Model-Lightpainting
Zum Abschluss war dann noch ein besonderes Highlight für die Teilnehmer eingeplant: das Model-Lightpainting. Dabei werden die Lichtfiguren kunstvoll mit der Silhouette eines menschlichen Models kombiniert. Die besondere Herausforderung ist in diesem Fall, dass das Model absolut stillstehen muss über die Zeit von 3-5 Sek. bis die gemalte Figur beendet ist.

Fazit: In einem dunklen Raum oder unter freiem Himmel entstehen so durch Langzeitbelichtung und dem Zusammenspiel von Licht und Bewegung ganz besondere Bilder. Man kann mit wenig finanziellem Aufwand schon starten. Wer etwas tiefer in die Materie eintauchen will, rollt Kunststofffolien zu langen Röhren, sog. Tubes oder verwendet Blades (aus Kunststoff ausgeschnittene Formen). Für ganz besondere Effekte sorgt Pyro in Form von Sterndlwerfern oder Tortensprühern. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt und es bietet einen schier unendlichen kreativen Raum zum experimentieren.

 

Die entstandenen Bilder/Motive sind, wie man sieht sehr vielfältig geworden. Hier einige Beispiele: