Allgemein

Der Termin war in den Medien nicht zu übersehen. Seit Tagen wurde über die bevorstehende Sonnenfinsternis berichtet. Über den idealen Standpunkt wurde diskutiert, aber am Ende haben die verschiedenen Vereinsmitglieder auch verschiedene Standpunkte favorisiert.

Karin und Ralf suchten sich den Bogenberg aus. Von hier sieht man über das Donautal genau nach Westen zum angekündigten Ort der Sofi. Zum Glück sind im Verein ein paar Spezialisten, so dass man rechtzeitig die Infos bekam, dass es der einfach ND-Filter nicht tut. Ein 100.000-er ist gefragt!!! Also noch schnell eine Spezialfolie bestellt, die gerade noch 3 Stunden vorher geliefert wurde und die Objektive präpariert. Karin wollte nur beobachten. Ralf bewaffnete sich dafür mit zwei Kameras und Stativen. Eine Stunde vor Beginn zum Bogenberg gefahren, weil es vermutlich noch 2 oder 3 andere gibt, die das Ereignis festhalten wollen und man will ja einen guten Platz haben. Überraschung, sämtliche Parkplätze schon fast voll, im letzten Eck noch einen ergattert. Also waren es eher 2000-3000, die schon da waren. Zum Glück hatten die sich auf dem Hauptplatz versammelt. An der Mauer hinter der Kirche war noch ein guter Platz. Also das ganze Equipment aufgebaut. Eine Kamera mit dem 600-er Tele für die bildfüllende Sonne und ein Zoomtele für die Landschaftsaufnahme. Die Einstellungen gestalteten sich schwierig. Bei einem Filter dieser Stärke sieht man die Sonne und sonst nur reinstes Schwarz. Also tastet man sich langsam ran an eine Sensorverträgliche Einstellung, bei der man die Hoffnung hat, bei der Bildbearbeitung hinterher noch etwas rauszuholen. Es hat geklappt. Sonst hätte ich es ja 2081 im Alter von 122 nochmal versuchen können.

Und weil man eh schon da war, kurz den Platz gewechselt mit Blickrichtung Nordosten. Dort sollten die Perseiden zu sehen sein. Am Himmel geht es zu, wie in München am Stachus. Flieger und Satelliten ziehen ihre Bahnen. Also, Kamera auf Intervall gestellt und immer 10 Sekunden belichtet, kurze Pause, 10 Sekunden belichtet und das bis Mitternacht. Ein paar wenige Sternschnuppen, die immer gerade in der Pause auftauchten. Ich fühlte mich veräppelt und habe die Zelte abgebrochen. Die Perseiden kommen jedes Jahr wieder. Bei der letzten Sternschnuppe habe ich mir gewünscht, dass es nächstes mal mehr sind.